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Frithjof Bergmann & Stella Friedland:
Neue Arbeit kompakt
Vision einer selbstbestimmten Gesellschaft
Frithjof Bergmann bringt hier sein Konzept der Neuen Arbeit erstmals in
ungewohnt knapper Schilderung auf den Punkt. Gemeinsam mit Stella
Friedland ist es ihm gelungen, das Potential dieser neuen Lebens- und
Arbeitskultur in kompakter Form zu fassen. Dennoch entzieht sich Neue
Arbeit immer wieder einer Festlegung. Dies vor allem, da sie sich im
Laboratorium ihrer Projekte ständig weiterentwickelt. So ist die
zweite Hälfte von "Neue Arbeit kompakt" den Projekten der Neuen
Arbeit im deutschsprachigen Raum gewidmet. Denn nur hier, in der
praktischen Umsetzung, finden sich die Antworten auf eine der
drängendsten Fragen, die der Neuen Arbeit gestellt werden: "Wie
soll das denn konkret gehen?" Akteurinnen, Weggefährten, Forscher,
Sozialpioniere und Gestalterinnen stellen im Dialog ihre eigenen Wege
der Neuen Arbeit vor. Die Gespräche mit ihnen zeigen deutlich, wie
sehr diese neue Art des Lebens und Arbeitens Raum greift und dass sie
bereits heute weit mehr ist als eine bloße "Idee" oder "Vision".
Neue Arbeit ist eine lebbare Realität. Eine - und das kann nicht
oft genug betont werden - lebbare Realität schon hier und jetzt!
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Frithjof Bergmann:
Neue Arbeit – Neue Kultur
Wir leiden nicht nur an schwindenden Arbeitsplätzen, sondern vor
allem auch an dem, was der Philosoph Hegel "die Armut der Begierde"
nannte. Gemeint ist damit die Unfähigkeit, Wünsche zu
äußern und eigene Projekte zu realisieren. Nicht zuletzt
deshalb klammern wir uns an Jobs, die nicht nur unseren
Lebensunterhalt, sondern auch unseren Platz in der Gesellschaft sichern
- selbst dann, wenn sie unbefriedigend sind. Und wir verzweifeln
übermäßig, wenn wir sie verlieren. Um Abhilfe zu
schaffen, müssen wir uns mehr auf das besinnen, was wir "wirklich
wirklich wollen". Bergmann spricht von Berufung und meint sowohl
gesellschaftliche als auch unternehmerische Aktivitäten. Zudem
hält er die Menschen an, sich zumindest teilweise vom Zwang des
Geldverdienens zu befreien, indem sie stärker auf Selbstversorgung
als auf Konsum setzen. Der Visionär aus den USA denkt dabei unter
dem Stichwort "High-Tech-Self-Providing" vor allem an die
Selbstversorgung unter Nutzung aktueller technologischer
Möglichkeiten. Neue Arbeit, neue Kultur ist ein Appell sich mit
Alternativen zur klassischen Lebens- und Arbeitswelt auseinander zu
setzen und die Impulse für den eigenen Erfolg zu nutzen.
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Leseprobe bis Seite 60
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Frithjof Bergmann:
Arbeit, die wir wirklich, wirklich wollen
Hörbuch
Frithjof Bergmann und sein Konzept der neuen Arbeit
Die Arbeitswelt ist aus den Fugen geraten. Eine Arbeitswelt, die immer
verrücktere Verdichtungen der Produktionsabläufe erzwingt und
oftmals Dinge und Dienstleistungen hervorbringt, die sinnentleert
allein der Beschleunigung des Konsums dienen. Dennoch bleiben Millionen
von Menschen von jeglicher sinnvollen Beschäftigung
ausgeschlossen.
Seit mehr als 20 Jahren sucht Frithjof Bergmann in diesem Jammertal des
globalisierten Wirtschaftens nach Alternativen.
Das Hörbuch stellt seinen umfassenden Entwurf, der unter dem
Stichwort "Neue Arbeit" bekannt geworden ist, in kompakter Form und
praxisnah vor. Zugleich gehen die Gespräche zurück zu jenen
Schlüsselerlebnissen, aus denen heraus sich die Neue Arbeit in
Frithjof Bergmanns Leben entfaltet hat. Dabei scheut der amerikanische
Philosophieprofessor mit deutschen Wurzeln nicht davor zurück,
immer wieder zu den Fragen aller Fragen zurückzukehren: Was ist
Freiheit? Und wie kann sie in der Arbeit eine Verwirklichung finden?
Frithjof Bergmann berät Firmen, Gewerkschaften, Kommunen,
Regierungen und Einzelpersonen zur Zukunft der Arbeit und zum (durchaus
auch kulturellen) Innovationspotential neuer Technologien - in den USA,
in Europa und in diversen Ländern der "Dritten Welt".
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Inhaltsangabe, Informationen und Hörproben
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Frithjof Bergmann:
Die Freiheit leben
Der Betrug entstand im 18. Jahrhundert. Damals entwickelte sich die
Idee, Freiheit sei die Abwesenheit aller Grenzen - ein "leerer Raum",
in dem man von nichts eingeschränkt oder behindert wird; in dem
"alles möglich" und "alles erlaubt" ist.
Dass es sich um ein Modell handelt, das qua Definition zum Scheitern
verurteilt ist, fällt erst bei näherer Betrachtung auf: Jede
Mutter, jeder Vater und jeder Lehrer weiß, dass es ohne Grenzen
nicht geht. Würden wir diese Art von Freiheit ernst nehmen, ja sie
gar "leben", würde es uns zumeist in ein Chaos stürzen.
Arglos und unhinterfragend hantieren wir noch immer mit unangemessenen
und gefährlichen Denkmodellen des 18. Jahrhunderts und zwingen uns
so in ein Denken, das Gesellschaft, Arbeitswelt, Politik und jeden
Einzelnen lähmt!
Schicht um Schicht, mit heiterer Wortgewalt und chirurgischer
Präzision, legt Frithjof Bergmann die destruktiven Grundlagen
unseres Freiheitsbegriffs frei. Dabei setzt er auf ein stimmigeres,
jedoch nicht minder historisch gewachsenes Konzept - eine Freiheit, die
im selben Atemzug in Gesellschaft, Arbeitswelt, Bildung und
persönlichem Leben zur Realisierung führt.
Dem Bild des äußerlich grenzenlosen Raums stellt er das Bild
eines innerlich unbegrenzten Menschen entgegen, der nicht Sklave ist,
der nicht auf den Knien liegt, der sich nicht artig verbeugt; das Bild
einer Frau, die ihren eigenen Willen hat, die selber entscheidet; das
Bild eines Menschen, der Kraft hat, der sich selbst achtet und eben
deshalb nicht die Stiefel eines anderen küsst - auch wenn dieser
andere Macht und Titel besitzt.
Die Freiheit leben markiert einen Weg, der uns in die Freiheit
führt. Gehen aber muss man ihn selbst, und zwar auf ureigene,
selbst gefundene Art und Weise. |
Leseprobe
bis Seite 35
(PDF, 247 kB)
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